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Eitelkeiten.

 

31.03. - 02.06.2019

 

Otmar Alt Stiftung, Hamm

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Begrüßung: Ulrike Wäsche,

1. Bürgermeisterin der Stadt Hamm

 

Einführung: Daniela Weise, Hamm

 

 

 

Es ist alles eitel

(Andreas Gryphius, 1616 - 1664)

 

"Du sihst/ wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden.
Was dieser heute baut/ reist jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn/ wird eine Wiesen seyn/
Auff der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden.

Was itzund prächtig blüht/ sol bald zutretten werden.
Was itzt so pocht vnd trotzt ist morgen Asch vnd Bein/
Nichts ist/ das ewig sey/ kein Ertz/ kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück vns an/ bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit/ der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles diß/ was wir vor köstlich achten/

Als schlechte Nichtigkeit/ als Schatten/ Staub vnd Wind;
Als eine Wiesen-Blum/ die man nicht wider find’t.
Noch wil was ewig ist/ kein einig Mensch betrachten!"

 

 

 

 

 


Artist In Residence

 

Listhús Artspace, Ólafsfjörður / Island

 

Juni-Juli 2017


WERDET VORÜBERGEHENDE

 

Temporäre Installation, Menden

 

2017

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Bifröst

 

Hvítahús, Island

 

2017

 


Artist In Residence

 

Hvítahús, Island

 

2017

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...in Erwartung.

 

Raum für..., Brüderkirchen, Hamm

 

2016

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variable Ordnung

 

Raum für..., Brüderkirche, Hamm

 

2015

Anno Weihs, Hamm, Brüderkirche, variable Ordnung
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Altkreuz - Abgabestelle

 

2014

 

Zu dem Projekt:

 

Sammelstellen für alte, gebrauchte oder defekte Gegenstände und Geräte sowie für unterschiedliche Rohstoffe gibt es heutzutage an jeder Ecke. Angefangen bei Elektrogeräten und Leuchtstoffröhren über Batterien, Altpapier und Altglas bis hin zu Sammelstellen, die für einen sozialen Zweck bestimmt sind, wie z. B. Kleidung, Schuhe und Brillen.

 

 

Allen Sammelstellen gemein ist, dass sie dazu dienen, nicht mehr Benötigtes, Ausrangiertes oder nicht mehr Funktions-tüchtiges zu sammeln und einer nachhaltigen Weiterverwendung zuzuführen. Dazu werden die gesammelten Objekte vornehmlich getrennt nach ihrer Materialität gesammelt, um eine möglichst hohe Rückgewinnung der Rohstoffe zu erzielen.

 

Letztendlich ist der Nachhaltigkeitsgedanke das erklärte Ziel dieses Systems. Das Gesammelte soll möglichst in einem hohen Maße wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden, um somit Müll zu vermeiden und Rohstoffe und Energie einzusparen. Solange es sich um reine Gebrauchs-gegenstände handelt, ist dieser angestrebte Kreislauf ein emotionsloses und auf rein ökonomische und ökologische Gesichtspunkte basierendes Konzept.

 

Schon anders wird es, wenn es um Gegenstände geht, die zwar in ihrer Funktion und ihrem Nutzen nach keine Verwendung mehr finden, aber für uns noch eine hohe emotionale Bedeutung haben. Alte Familienfotos oder Bücher die man zu besonderen Anlässen geschenkt bekommen hat gibt man nicht einfach zum Altpapier. Genauso geht es uns mit vielen anderen Dingen, die sich im Laufe der Jahre im Familienbesitz angesammelt haben.

 

Das Kaffeeservice, das man zur Hochzeit bekommen hat, Zinnbecher und Teller, die schon den Großeltern gehört haben, oder die vielen selbst gebastelten Geschenke die man irgendwann mal zum Geburtstag bekommen hat. Eine dritte Komponente kommt hinzu, wenn ein Gegenstand neben dem materiellen und emotionalen Wert auch noch einen spirituell Wert besitzt.

 

Hier setzt das Projekt Altkreuz - Abgabestelle an.

 

Die Beweggründe, warum Menschen an dem Projekt teilnehmen und ihr Kreuz abgeben, mögen recht unterschiedlich sein.Es kann das Kreuz sein, das beim Umzug mal hingefallen ist und nun eigentlich kaputt ist, und keiner traut es sich zu entsorgen. Das Kreuz, dessen Gestaltung man als unzeitgemäss und „kitschig“ empfindet, und das einfach nicht mehr in die neue Wohnung passt.

 

Die alten Kreuze werden nicht entsorgt oder deponiert, sondern sie dienen als „Rohstoff“ für neue Objekte. Dadurch ermögliche ich ihnen eine zweite, durch künstlerische Interpretation erweiterte Existenz.